Parodontitis zählt zu den häufigsten Krankheiten in der Zahnmedizin und führt beim Erwachsenen häufiger zu Zahnverlust als die gefürchtete Karies. Der Krankheitsverlauf ist schleichend und schmerzfrei und wird daher meist zu spät entdeckt und behandelt. Hauptursache dafür sind Bakterien und Zahnstein. Werden diese bakteriellen Ablagerungen nicht regelmäßig durch professionelle Mundhygiene entfernt, schieben sie sich wie ein Keil zwischen Zähne und Zahnfleisch. So kommt es zur Bildung von Zahnfleischtaschen, in denen für die Bakterien ideale Lebensbedingungen herrschen. Für die Zahnbürste nicht erreichbar, können sie sich ungehindert vermehren und verursachen Entzündungen.

Werden dann diese Zahnfleischtaschen nicht gründlich gereinigt, dringt die Entzündung tiefer in das Zahnfleisch ein und zerstört im Laufe der Zeit den Knochen. Die Zähne beginnen zu wackeln und fallen schließlich aus. Warnzeichen für eine beginnende Parodontitis:

  • Zahnfleischbluten beim Zähne putzen, bei Berührung oder beim Essen
  • Rötung, Schwellung und Empfindlichkeit des Zahnfleisches
  • Zahnfleischrückgang ( „die Zähne scheinen länger zu werden“)
  • Mundgeruch
  • Risiken und Probleme im Zusammenhang mit Paradontitis:
  • Herz- und Kreislauferkrankungen,
  • Gefahr von Frühgeburten
  • Diabetes
  • Atemwegserkrankungen

Eine Parodontitis kann wieder kommen und eine erneute Behandlung erfordern! Dies können Sie nur verhindern, wenn Sie ab jetzt eine perfekte Zahnpflege betreiben (zusätzlich zur Zahnbürste sind Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen erforderlich). Sie sollten unbedingt regelmäßig (alle 4 bis 6 Monate) zur Nachkontrolle und professionellen Zahnreinigung zu Ihrem Zahnarzt kommen. Diese beiden Punkte – Ihre häusliche Zahnpflege und unsere Nachsorge – sind ausschlaggebend für den Erfolg der ganzen Behandlung. Ohne regelmäßige Nachsorge kommt es häufig zu einem Wiederaufflammen der Parodontitis.